Ein System für alle

Durchgängige Projekt-Lifecycle-Management-Lösung von RIB erleichtert Umgestaltung bestehender KFZ-Fertigungsanlagen im Opel-Werk Bochum.

Bereits seit 1962 werden im Bochumer Werk der Adam Opel GmbH Kraftfahrzeuge hergestellt. Insgesamt 9.700 Mitarbeiter haben sich die Produktion des Opel Astra und Opel Zafira zur Aufgabe gemacht. Doch nicht nur fertige Fahrzeuge rollen im Zentrum des mittleren Ruhrgebiets vom Band: Am Standort Bochum fertigt das Unternehmen mit Hauptsitz in Rüsselheim außerdem Achsen, Motoren und Getriebe. Zudem werden Händler rund um den Globus von Bochum aus mit Fahrzeugteilen versorgt. Das neue Werk steht für ökologisch moderne Automobile mit nachhaltigen Fertigungsmethoden: In Bochum wurde etwa die weltweit erste Lackiererei zur Verarbeitung wasserlöslicher Lacke im Jahre 1987 in Betrieb genommen. Ferner kommen mit Erdgas angetriebene Varianten der Opel-Modelle aus dem Werk an der Ruhr.


Im Rahmen zweier umfangreicher Projekte im Wert von rund 13 Millionen Euro realisierte die Bauabteilung des Unternehmens die Umgestaltung bestehender Fertigungsanlagen für die aktuellen Modelle des Opel Astra Caravan und des Opel Zafira. „Die bestehenden Produktionsanlagen im Karosserierohbau und in der Fertig- und Endmontage mussten für die zukünftigen Fahrzeugmodelle angepasst werden“, berichtet Stefan Engemann aus der Bauabteilung. Zudem erforderten die Projekte die Einrichtung neuer Anlagen, sodass seit dem Jahr 2005 insgesamt 265.000 Fahrzeuge pro Jahr in drei Schichten gefertigt werden können. Umfangreiche strukturelle Änderungen, die unter anderem auch die versorgungstechnischen Einrichtungen und die Gebäudeinfrastruktur betrafen, stellten zusätzliche Herausforderungen für die Opel-Bauabteilung dar.

Allein die Mengen sind enorm: Insgesamt wurden 200 Tonnen Stahl, 700 Kubikmeter Beton und 35 Tonnen Betonstahl verbaut. Besonders anspruchsvoll war die Montage der neuen Roboter im ersten Stockwerk des Karosserierohbaus. Denn die bestehenden Decken hatten eine zu geringe Tragfähigkeit, um die konzentrierten statischen und dynamischen Lasten aus dem Roboterbetrieb aufnehmen zu können. Daher installierten die ausführenden Unternehmen für die neuen Roboter 1.100 Quadratmeter Lastverteilplatten aus Baustahl. Darüber hinaus mussten 20 Kilometer Elektrokabel, 13 Kilometer Medienleitungen und fünf Kilometer Lüftungs- und Absaugungsleitungen verlegt werden.


Teamwork in allen Phasen

Die Projektteams bei Opel sind bestens organisiert, um die Herausforderungen solcher Großprojekte inklusive des engen Zeit- und Kostenrahmens zu meistern. Die international ausgerichtete Bauabteilung ist wie folgt aufgestellt:

Im Bereich Project Planning entstehen Projektideen, Vorplanungen, Kostenschätzungen und Terminpläne. Engineering Services ist für die Ausschreibungen und die Beauftragung der Planungsbüros und der ausführenden Baufirmen sowie der Erbringung der erforderlichen Gutachten verantwortlich. Schließlich nimmt der Bereich Manufacturing Construction Management die Überwachung des gesamten Projektablaufes, die Kosten- und Termineinhaltung und die Qualitätssicherung vor. In diesem Bereich werden auch die Rechnungen geprüft und findet das  Nachtragsmanagement statt. „Damit alle am Projekt beteiligten Teams optimal zusammenarbeiten können, ist eine Softwarelösung, die sämtliche Projektdaten vereint, für unsere Mannschaft unerlässlich“, erklärt Engemann. „Nur so lassen sich alle Abschnitte innerhalb des Projektlebenszyklus zeitnah und sicher abwickeln.“

Seit 1997 arbeitet die Bauabteilung bei der Adam Opel GmbH mit der RIB-Softwarelösung ARRIBA®planen. Zuvor wurden selbst umfangreiche Projekte mit Tabellenkalkulationssystemen abgewickelt, was nicht nur viel mehr Zeit in Anspruch nahm, sondern außerdem Projektrisiken mit sich brachte. Denn jeder Mitarbeiter – egal ob Manager, Projektleiter oder Projektmitarbeiter - innerhalb verschiedener Abteilungen arbeitete mit einem eigenen Spreadsheet. „Mit Hilfe der Projekt-Lifecycle-Management-Lösung von RIB haben Mitarbeiter auf allen Ebenen die Möglichkeit, auf ein zentrales System zuzugreifen“, berichtet der Projektplaner. „Pro Projekt sind das rund 12-15 Personen, für die Positionen und Texte, beispielsweise, jederzeit zugänglich sind.“


Produktionsstart nach Plan

Die motivierten Teams bei Opel haben die umfangreiche Projektsteuerungsphase zeitnah abgeschlossen, sodass einem Produktionsbeginn 2005 nichts mehr im Wege stand. „Die übersichtliche RIB-Software hat die Planungsprozesse erheblich vereinfacht und zu einem gelungenen Projektabschluss beigetragen“, resümiert Projektplaner Stefan Engemann.