64kW Lichtinstallation

Siegrun Appelt
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Der Eingang zum Deutschen Pavillon wirkt auf den ersten Blick allerdings wie die radikalst mögliche Antithese zu all den hehren Ansprüchen: Die österreichische Künstlerin Siegrun Appelt hat in den Portikus eine Installation aufgebaut, die das Licht von 28 Strahlern auf einen Punkt konzentriert. Das Durchqueren eines derart kräftigen Lichts – es strahlt viermal heller als die Sonne an einem wolkenlosen Sommertag – wird zu einer intensiven physischen Erfahrung: Opens external link in new window„so stark, dass es in den Augen schmerzt, die Farben verblassen lässt und auf der Haut brennt“, wie Friedrich von Borries und Matthias Böttger in ihrem Vorwort zu „Updating Germany“ schreiben.

Aber was zunächst nach purer Verschwendung aussieht, ist bei genauerer Betrachtung ein intelligenter Kommentar zu den Themen „Aufklärung“ (engl. „Age of Enlightenment“, franz. „Siècle des Lumières“) und „Ressourcenverbrauch“: Die Hitze der Strahler lässt die verbrauchte Energie spürbar werden – die dann durch das zeitweise Abschalten der Beleuchtung des Brandenburger Tors wieder kompensiert wird. Darüber hinaus haben die Besucher die Möglichkeit, sich mit Energiespenden an ein symbolisches „Negawattkraftwerk“ auf dem Internetportal Opens external link in new windowUtopia.de zu beteiligen.


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