Technologie zur Gewässerreinigung in Berlin, 2009
(Pilotanlage)
LURI.watersystems
www.spree2011.de
Noch immer sind die Wasserläufe vieler europäischen Städten verschmutzt. Ursache dafür sind häufig nicht mehr Industrieabwässer, sondern Einleitungen aus der überlasteten Kanalisation: Wenn aufgrund von starken Regenfällen die Kapazität des Kanalisationssystems erschöpft ist, gelangt ungeklärtes Haushaltsabwasser mit Regen vermischt in Flüsse und Seen – im Schnitt 20 bis 30 Mal pro Jahr. Um die Spree in Zukunft sauber zu halten, setzen die Initiatoren des Forschungsprojekts „SPRE2011“ eine neu entwickelte Technologie gegen die Haupt-Verschmutzungsursache ein: Zukünftig soll dieses Mischwasser in Speichermodulen unter der Wasseroberfläche aufgefangen und nach Ende der Regenfälle wieder in die Kanalisation zurückgepumpt werden.
Das Modulsystem ist einfacher zu installieren und preisgünstiger als konventionelle Regenüberlaufbecken. Die vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderte Pilotanlage im Berliner Osthafen mit einem Fassungsvermögen von 1.500 Kubikmetern geht im Frühjahr 2009 in Betrieb. Neben dem Ressourcenschutz geht es den Initiatoren auch um die Verbesserung der Lebensqualität in der Stadt, um einen Beitrag zur Stadtentwicklung: Auf den Speichern können Inseln zur Erholung für die Berliner entstehen, die hier ihren Fluss genießen und entdecken – und bald wieder darin schwimmen können. Vielfältige Nutzungen sind für diese neuen städtischen Orte denkbar – von der Schilfinsel über Bootsanlegestellen bis zur Badeanstalt. „SPREE2011“ ist Teil einer allgemeinen Entwicklung im Umweltschutz: Es eine Hochtechnologie, die mittel- und langfristig Kosten einspart und Arbeitsplätze schafft.
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