Wärmeschutz

Kondenswasser fällt dort an, wo dampfgesättigte Luft abkühlt. Kalte Luft enthält wenig Wasserdampf, warme Luft dagegen viel. Trifft nun warme Luft auf kalte oder wird abgekühlt, kondensiert Wasserdampf zu Wasser. Dies kann passieren auf der Bauteilinnenseite im Raum, aber aufgrund des hohen Temperaturgefälles in Dämmschichten auch innerhalb der Wandkonstruktion, was zur Durchfeuchtung führt.


Stahl ist ein sehr guter Wärmeleiter (l = 50 W/mK) und bildet so leicht Wärmebrücken. Durchstoßen Stahlbauteile die Gebäudehülle, entsteht neben dem Verlust an Heizenergie unter Umständen auch Tauwasser, das Ausbauteile schädigen und an den Stahlbauteilen zu Korrosion führen kann.

Das Wärmebrückenproblem kann durch die vollständige Ummantelung der außenliegenden Stahlkonstruktion mit Wärmedämmung vermieden werden. Oder aber das Gebäude wird schon in der Entwurfsphase dämmgerecht konzipiert. Eine Variante ist, die von innen nach außen durchgehenden Stahlprofile thermisch voneinander zu trennen, wie es bei Pfosten-Riegel-Fassaden aus Metall bereits Standard ist. Die durchgehenden Träger werden durch ein zwischenmontiertes Trennelement unterbrochen.

Eine richtige Schichtenfolge im Bauteil vermeidet Feuchteschäden und große Temperaturbewegungen tragender Bauteile. Die Dampfdichtigkeit der Werkstoffe muss von innen nach außen abnehmen. Eine Dampfsperre oder -bremse, eine Schicht mit hohem Diffussionswiderstand und geringem Wärmedämmwert muss warmseitig vor der Wärmedämmung liegen. Elementierte Fassaden haben eine große Anzahl von Fugen, auf deren Dichtigkeit geachtet werden muss, da hier durch Fugenkonvektion Wasserdampf in die Konstruktion gelangen kann. Die Dichtigkeit kann mit der Zeit nachlassen.