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Cities Calling – Drei Städte rufen

Symposium „Cities calling – Drei Städte rufen“

Berlin, Hamburg, München: Strategien und Ziele im Standortwettbewerb

Zu Ehren der ehemaligen Stadtbaudirektorin Münchens Christiane Thalgott fand am 08 Februar ein von der TU München organisiertes Symposium zum Thema „Drei Städte rufen“ statt. Referiert haben die Stadtbaudirektoren der drei größten Städte Deutschlands – Berlin, Hamburg und München. Probleme, Potentiale, Lösungen und Konzepte der Stadtentwicklung wurden vorgestellt und diskutiert.


Zunächst wurden die drei sehr unterschiedlichen Profile von Berlin, München und Hamburg vorgestellt. Auf Grund ihrer individuellen historischen Entwicklung hat heute jede der Metropolen ihr eigenes markantes Stadtbild erhalten.

Die Residenzstadt Berlin wird geprägt von der Vielfalt und Kreativität der jüngeren Generation, die von der großen Auswahl an  Kultur- und Ausbildungsstätten angezogen wird. Das Erscheinungsbild der Stadt ist sehr offen und ständig im Wechsel. München als große Handels- und Wissenschaftsstadt ist ausgeglichen in seiner sozialen und demographischen Struktur. Die Hafenstadt Hamburg hingegen blickt auf eine lange Bürgertradition zurück, die sich im Stadtbild und den sozialen Strukturen widerspiegelt.

Obwohl die Städte so unterschiedlich sind, haben sie die gleichen Ziele für die Zukunft und sehr ähnliche Probleme in der Gegenwart.

Die Positionierung der Städte im internationalen Wettbewerb gehört zu ihren wichtigsten Aufgaben. Um ein klares Bild von sich nach außen transportieren zu können, müssen die Metropolen ihr eigenes Stadtprofil finden. Während München und Berlin über Europa hinaus auch weltweit einen relativ hohen Bekanntheitsgrad genießen, bleibt Hamburg international betrachtet im Schatten der anderen großen Hafenstädte wie Kopenhagen und Amsterdam. Um nachhaltig ein international starkes Profil zu erreichen und zu behalten, müssen die Städte attraktiv bleiben. Die Grundsteine dafür liegen in der innenstädtischen Entwicklung. Vielfältige Arbeitsplätze, preiswerte Wohnungen sowie ausreichend Kultur- und Ausbildungsstätten zeichnen das Profil einer gesunden Stadt aus. Diese Zusammensetzung zieht junge Menschen, Berufeinsteiger, Familien und Senioren an. Ziel ist es, dauerhafte Stadtbewohner zu gewinnen, denn diese festigen die sozialen Strukturen und reduzieren demographische Schwankungen.

Da immer mehr Stadtbewohner einen Migrationshintergrund haben ist heutzutage eine hohe Kommunikationskultur und Toleranz gefragt. Integration als Problemlösung und Mittel für eine ausgewogene Stadtatmosphäre, ist ein wichtiger Ansatz für die Stadtentwicklung der deutschen Städte.

Das so erreichte innere Gleichgewicht einer Stadt spiegelt sich auch in ihrem Bild nach außen wider. Prominente Bauvorhaben, innovative Wohnbaukonzepte, Kulturprojekte und Einwohnerinitiativen sind Ereignisse die ausdrucksvoll das Stadtleben nach außen präsentieren. Ein hervorragendes Beispiel dafür ist die noch nicht gebaute Philharmonie in Hamburg, die inzwischen zum berühmtesten Bauwerk in der Hafenstadt geworden ist.

Berlin, Hamburg und München – alle drei haben ihre eigenen Ansätze um ihren stadtspezifischen Aufgaben zu lösen.

Doch für alle drei gilt, dass neben der staatlich bestimmten Stadtentwicklung auch die Eigeninitiativen der Bewohner wichtig ist, um eine Stadt lebendig zu erhalten.